Wellness Bummler

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24 Stunden in Newcastle

Wie ich euch vor einigen Tagen bereits berichtet habe, mußten wir unsere Reiseplanung für Schottland, aufgrund von einem verregneten schottischen Sommer, vor Ort etwas umdisponieren. Aus wandern und campen kamen so plötzlich auch spontane Städte-Erkundung und Hotelbuchungen dazu.

Warum Kohle und Eulen nach Newcastle tragen…

…oder wie war das noch einmal?

In meinem letzten Artikel habe ich euch schon ein paar Tipps für Glasgow (mit Familie im Schlepptau) gegeben. Heute folgt nun mein 24-Stunden-Rückblick durch Newcastle.

Blick über Newcastle
Blick über Newcastle

Von Newcastle sollte nämlich unser Schiff zurück nach Amsterdam abfahren. Aufgrund von Kälte und Regen haben wir uns dann entschlossen, nicht erst am Abreisetag in Newcastle einzutreffen, sondern bereits einen Tag vor der Abreise. So trudelten wir am Mittag in Newcastle ein. Ein Hotel war schnell gefunden… doch was jetzt tun mit der zur Verfügung stehenden Zeit?

Bevor wir zu unseren „entspannten“ Ausflugstipp für die Stadt kommen, erst einmal ein paar Zahlen, Daten und Fakten zu Newcastle. Die Stadt heißt mit vollständigem Namen „Newcastle upon Tyne“ und sie liegt nicht mehr in Schottland, sondern in Nordengland am Fluss Tyne – Schottland beginnt rund 50 Kilometer weiter nördlich. Newcastle liegt auch am bekannten Hadrianswall und so gab es schon zur Zeit der Römer hier eine Siedlung.

Newcastle wurde schon früh zu einer wichtigen Handelsstadt. Ab dem 17. Jahrhundert wurde Kohle zum Hauptexportartikel. Daher machte schnell ein Spurch in Newcastle und der Umgebung die Runde „Kohlen nach Newcastle zu bringen“ macht in etwa so viel Sinn, wie „Eulen nach Athen zu tragen“.

Noch mehr Klugscheisser-Wissen über Newcastle: Mark Knopfler – Sänger der Band Dire Straits – stammt aus Newcastle. Und auch Sting wurde in Newcastle geboren.

Über 7 Brücken sollst du gehen…

Newcastle wird auch als die Stadt der 7 Brücken bezeichnet. Also beschlossen wir spontan, die Brücken zu unserem Hauptbesuchs- und Erkundungsthema zu machen. Denn die meisten und wichtigsten dieser 7 Brücken liegen auch wirklich nah beieinander, wie die Swing-Bridge, die High Level Bridge und die Millenium Bridge. Diese 3 Brücken befinden sich alle in der Innenstadt am Fluss Tyne und bieten sich quasi für eine Brücken-Erkundungstour förmlich an. Denn der Weg führt auch an der Burg, zahlreichen kleinen Geschäften, Pubs und bekannten Bauwerken vorbei.

7 Brücken in Newcastle
7 Brücken in Newcastle

Unser Ausgangspunkt für die Tour war ein Parkplatz seitlich der Millenium Bridge. Also führte uns der erste Weg auch erst einmal über dieses architektonisch-interessante Bauwerk.

Millenium Bridge
Millenium Bridge geschlossen (zum Übergang)

Auf der gegenüberliegenden Seite chillten wir dann erst einmal an einem künstlich aufgeschüttetem Strand entlang des Flusses. Hier lagen auch Backformen, Schaufeln und anderes Sandspielzeug zur freien Verfügung… also wirklich auch ideal, um mit Kindern eine kleine Pause einzulegen. In kleinen Cafes daneben können sich die „Strandbesucher“ auch ein heißes oder kaltes Getränk holen. Aufgrund der doch eher „kalten“ Temperaturen von 14° Grad (jedenfalls für deutsche Mitbürger – die Engländer tragen hier nämlich trotzdem kurze Hose, T-Shirt, Flip Flops und andere sommerliche Kleidungsstücke) entschlossen wir uns für warme Getränke.

Millenium Bridge Newcastle
Millenium Bridge Newcastle geöffnet

Während wir so dort saßen, der Nachwuchs im Sand buddelte und wir unsere heiße Schokolade genossen, ertönte plötzlich eine Art Sirene und es fanden sich viele Menschen am Ufer des Tyne ein und zückten Handys und Kameras. So schlenderten auch wir noch einmal neugierig direkt an das Geländer. Die Brücke begann sich zu neigen – bis zu 45° – auf diese Weise können auch größere Schiffe hindurch. Von den Einheimischen wird die Brücke, aufgrund ihres Aussehens in gekippter Lage auch „blinzelndes Auge“ genannt. Für die Brücke gab es auch schon die ein oder andere Auszeichnung.

Strand am Ufer des Tyne
Strand am Ufer des Tyne

Nach dem Schauspiel zog es uns dann aber weiter. Der nächsten Brücke entgegen. Der Weg dorthin führt vorbei an mächtigen Brückenfeilern, kleinen Läden, Pubs und Restaurants, Treppenstufen zwischen den Häusern empor und vorbei an der Burg in Newcastle. Auch für Kinder ist dieser Rundgang wirklich ein Erlebnis, so erinnert dieser Teil der Stadt doch an alte englische (vielleicht sogar etwas gruselige) Filme und es ist ein Abenteuer hinter die nächste Ecke zu blicken.

Danach überquerten wir den Tyne erneut – über eine Brücke – dieses Mal war es die High Level Bridge. Eine Straßen- und Eisenbahnbrücke. Extrabonus: Tolle Aussicht, tolles Fotomotiv. Erbaut wurde diese Brücke um 1850. Die Brücke ist fast 500 Meter lang.

Brücken in Newcastle
Brücken in Newcastle (im Bild Swing Bridge und Tyne Bridge)

Von hier aus hat man auch noch einmal einen tollen Blick über die alten Häuser der Stadt, auf die Millenium Bridge oder die Tyne Bridge, sowie eine kleine rot-weiße Brücke – die Swing Bridge.

High Level Bridge
Gang über die High Level Bridge

Auf der anderen Seite angekommen sind es dann auch nur noch ein paar hundert Meter um wieder bei unserem Ausgangspunkt zu landen. Der Weg führt hier auch noch einmal an ein paar interessanten Bauwerken vorbei, wie z.B. dem Sage Gateshead Kultur- und Konzertzentrum.

Zum Abschluss hier noch ein paar weitere Brückenbilder – wie gesagt, das faszinierende Hauptthema meines Artikels. :-)

 

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Ihr wollt noch mehr über meine spontanten Abenteuer in Schottland erfahren:

 

Erschienen in: England, Europa, Wellness-Bummler Ausflugs-Tipps

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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur eine der beiden (Haupt)Reiseblogger beim Wellness-Bummler. Sie schreibt darüber hinaus auch für viele andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine und ist das Herz der Online-Redaktion des SPANESS-Wellnessmagazins. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise.

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Kommentare

Über sieben Brücken musst du gehen… Um Newcastle oder Gateshead zu sehen! – Teilzeitreisender.de am 3. Januar 2015 um 07:43 Uhr

[…] hatte das Glück, die Millenium Bridge mal offen zu sehen. Dafür war das Wetter mir wohl eher […]

Janett am 3. Januar 2015 um 07:45 Uhr

Hallo Tanja,
da hast du aber wirklich Glück gehabt. Ich als absoluter Brückenfanatiker bin bei strahlenden Sonnenschein bis zur letzten Brücke gelaufen und hab natürlich auch darüber gebloggt. Aber eine offene Millenium Bridge… Oooaar. Menno. Ich beneide dich darum. Das hätte ich gerne auch gesehen. Ich hab deinen Beitrag deshalb auch in meinem verlinkt 😀

Frohes neues !

Mit DFDS von Amsterdam nach Newcastle am 2. Februar 2015 um 08:43 Uhr

[…] Mehr zu unseren Abenteuern und Entdeckungen in Newcastle […]