Wellness Bummler

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Budapest: Zu Lande, zu Wasser und in der Luft

Der nächste Standort unseres Sommer-Roadtrips durch Deutschland, Tschechien, Ungarn und Österreich war Budapest. Kürzlich habe ich euch in einem Artikel schon verraten, wie sehr mich diese Stadt geflasht hat und das es hier Wellness – ja ich würde sagen – fast im Überfluss gibt. Doch in Budapest hab ich natürlich nicht nur Wellness im klassischen Sinne erlebt.

Budapest per Fahrrad

Budapest läßt sich auf viele Arten und Weisen erleben. (M)ein Klassiker, ich erwandere, erlaufe und erfahre eine Stadt auf diese Weise. Doch ich gestehe, diese Art der Städte-Tour ist in Budapest etwas auf der Strecke geblieben. Statt dessen, haben wir uns dieses Mal auf einen Fahrradsattel geschwungen. Und eines möchte ich gleich mal vorweg nehmen… diese Art der Fortbewegung und des „Erfahrens“, der wundervollen Stadt Budapest, kann ich wirklich nur empfehlen.

Fahrradtour durch Budapest
Fahrradtour durch Budapest – An der Donau

Wir sind, mit unserem Guide Christian von BudaBike (er ist vor gut 20 Jahren von Österreich nach Ungarn ausgewandert), rund 10 Kilometer durch die Stadt geradelt. Er hat mit uns an vielen Sehenswürdigkeiten gehalten und uns viel über die Stadt, die Bauwerke, die Menschen und natürlich auch über die wahnsinnig interessante Geschichte der Stadt erzählt. Budapest hat da wirklich einige Stile, Epochen und unterschiedlichen Baumerkmale zu bieten. Der Einfluss der Römer aber auch der Deutschen und Österreicher ist in dieser Stadt überall zu entdecken.

Fahrradtour durch Budapest
Fahrradtour durch Budapest

Christian hat viele, viele Geheimtipps für die Stadt. Er weiß genau, welche Gebäude man sich genauer anschauen sollte, wo es besonders gut schmeckt oder wo es sich auch besonders gut einkaufen läßt. Er bietet mit seinem Team ganz unterschiedliche Radtouren durch und um die Stadt an. Die radelnden Touristen können wählen zwischen einer Tour vorbei an den Budapest-Highlights, Budapest bei Nacht, Sissi-Route, Führungen durch ausgewählte Stadtteile oder auch individuellen Touren.

Wir haben Christian nach seiner Lieblings-Fahrradtour gefragt. Er mag besonders die geführten Kulinarik-Touren – auf den Spuren der leckeren ungarischen Küche. Hier radeln die Teilnehmer vorbei an berühmten Budapest-Bauwerken und kehren zusätzlich in Gaststätten, Weinstuben & Co. ein.

Christian von BudaBike radelt mit uns durch Budapest
Christian von BudaBike radelt mit uns durch Budapest

Die gefühten Fahrradtouren starten ab ca. 20.- Euro pro Person (Diese Investition lohnt sich auf alle Fälle!!!) Wir waren ungfähr drei Stunden mit Christian unterwegs. Doch ehrlich gesagt, hätten wir den ganzen Tag durch die Stadt radeln können und dabei noch mehr Geschichten zum Leben in Budapest – in alten und auch modernen Zeiten – hören wollen. Besonders die Kulinarik-Route hätten wir wahnsinnig gern noch auf unseren Fahrplan gesetzt… doch dazu hat die Zeit leider nicht mehr gereicht. Doch Budapest hat uns so sehr begeistert, dass es hoffentlich nicht die letzte Reise in diese Ungarn-Metropole war.

=> Mehr zu BudaBike – alle Touren, Preise, Infos & Co.

Budapest per Schiff

Ein weiteres Highlight während unserer Tage in Budapest war die Fahrt mit einem Schiff auf der Donau. Früher gab es übrigens 2 Städte – Buda und Pest – die durch den Fluss Donau getrennt waren. Erst nach dem Bau der ersten Brücke über die Donau, wurde aus den einzelnen Städten die heutige Metropole „Budapest“. Heute finden sich über die Donau zahlreiche Brücken – eine schöner als die andere. Besonders im Dämmerlich und bei Dunkelheit kommen die Brücken, durch die stimmungsvolle Beleuchtung, besonders zur Geltung.

Budapest bei Nacht
Budapest bei Nacht

Bei einer Schifffahrt auf der Donau sieht der Schiffsgast aber natürlich nicht nur die beeindruckenden Brücken, sondern eben auch die vielen alten, historischen Gebäude, links und rechts am Flussufer. Auch die Gebäude sind bei Dunkelheit natürlich wundervoll beleuchtet. Hab ich schon erwähnt, dass ich mich nicht satt sehen konnte, an so viel Schönheit. Ich möchte wirklich nicht übertreiben, doch ich habe mich wahnsinnig in Budapest „besonders bei Nacht“ verliebt.

Budapest bei Nacht von der Donau - Königlicher Palast
Budapest bei Nacht von der Donau – Königlicher Palast
Budapest bei Nacht - erleuchtete Skyline
Budapest bei Nacht – erleuchtete Skyline

Die Schifffahrt dauert ca. eine Stunde. Vom Schiff kann der Blick auf viele historische Gebäude fallen (über Kopfhörer gibt es auch die Erklärung zu diesen Gebäuden). Der Weg führt vorbei am Parlament, dem königlichen Palast, an der Universität oder auch an der Akademie der Wissenschaften. Der Blick kann aber auch frei auf die berühmte Elisabeth-Brücke, die Kettenbrücke oder die Freiheitsstatue schweifen und wandern.

Budapest bei Nacht - Parlament
Budapest bei Nacht – Parlament

Die Fahrt mit dem Schiff hat uns einen guten Überblick und vor allen Dingen auch einen ganz besonderen Blick auf Budapest verschafft. Die Lichter der Stadt haben mich wirklich etwas verzaubert. Die Kosten pro Person belaufen sich auf knapp 20.- Euro für die Schifffahrt (ich persönlich finde, die Tour lohnt sich wirklich!!!). Bei Legenda ist im Preis auch ein Freigetränk enthalten (das darf auch gern – passend zur Stimmung – ein Glas Wein oder Prosecco sein).

=> Mehr Informationen zu einer Schifffahrt mit Legenda auf der Donau – Preise, Touren & Co.

Budapest bei Nacht - Parlament
Budapest bei Nacht vom Legenda Schiff – Parlament

Budapest von oben

Ich werfe ja gern einen Blick auf eine Stadt #vonoben. Dazu wähle ich gern Türme im Zentrum einer Stadt. Ihr erinnert euch vielleicht an meinen Ausflug auf den Euromast in Rotterdam, auf den Kirchturm in Bremen oder auch den höchsten Kirchturm Tschechiens in Pilsen. Ich mache es mal kurz… in Budapest gibt es auch Türme… aber die reichen nicht wirklich, um über die Stadt zu schauen. Denn die Stadt ist insgesamt sehr flach gebaut worden. Was ich übrigens grundsätzlich sehr gut finde. Aber… trotzdem kann man Budapest – auf eine tolle Art und Weise – von oben begutachten. Dazu steigt man hoch hinauf zur Freiheitsstatue und zur Zitadelle auf der Buda-Seite. Zitadelle und Statue liegen auf einem Berg, der besagte Berg dient komplett als eine Art Parkanlage. Wer fit ist, kann den Berg gut zu Fuß erklimmen. Der Weg hinauf beginnt auch praktisch direkt unten am Donauufer.

Blick auf Budapest
Blick auf Budapest
Budapest #vonoben
Budapest #vonoben

Wer nicht so viel Zeit hat oder auch vielleicht nicht so gut zu Fuß ist, der kann auch mit dem Auto anreisen. Oben auf dem Berg, etwas unterhalb der Zitadelle gibt es einen großen kostenpflichtigen Parkplatz – der Eintritt zur Zitadelle ist aber frei. Von da aus heißt es dann aber wirklich die letzten Schritte zu Fuß antreten. Wir haben ungefähr auf halber Berghöhe geparkt „hier parken Besucher auch noch kostenfrei“ und dann sind wir den Rest hinauf gestiegen. Der Aufstieg hat von hier aus noch ca. eine halbe Stunde gedauert. Doch der Ausblick über Budapest von da oben lohnt sich auf alle Fälle.

Die besagte Freiheitsstatue wurde kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut. Sie ist 14 Meter hoch und erinnert an die Nazi-Befreiung.

Budapest – 10 kleine Insidertipps und Geschichten

Ehrlich gesagt, könnte ich noch stundenlang über die Highlights und Sehenswürdigkeiten von Budapest schwärmen. Doch ich beschränke mich in meinem Abschluss zum Artikel jetzt einfach noch auf ein paar Insidertipps und Geschichten. Einiges hab ich tatsächlich selber begeistert entdeckt und ein paar Sachen wurden mir auch von unserem Hotel-Concierge und Christian von Buda-Bike verraten und direkt mal angetestet. :-) Hier also mal meine zusätzlichen Tops…

  • Ausflug auf die Margareteninsel, denn die ist ein beliebter Erholsungsort für die Menschen aus Budapest. Auf der Insel gibt es Spielplätze, Gärten, Parks, einfach Grünflächen (z.B. auch super für ein Picknick geeignet), einen Streichezoo, eine Laufstrecke, ein Bad u.v.m. Einmal rund um die Insel laufen, bedeutet rund 7 Kilometer zurücklegen. Auf der Insel können aber auch Fahrräder und Golffahrzeuge gemietet werden. Und es gibt auch eine kleine Inselbahn für die Beförderung von A nach B.
Eindrücke der Margareteninsel Budapest
Eindrücke der Margareteninsel Budapest
Wasserturm auf der Margareteninsel Budapest
Wasserturm und Freilichtbühne auf der Margareteninsel Budapest
  • In Budapest gibt es die meisten Thermal- und/oder Heilwasser in der Welt. Insgesamt fließen pro Tag rund 70 Millionn Liter Wasser über 118 Brunnen und natürliche Quellen. Das Thermalwasser ist teilweise so heiß, das es für die Nutzung in den Thermalbädern der Stadt noch gekühlt werden muß.
  • Wellness in einem der Budapester Thermalbäder erleben und dabei auch über die wahnsinnig schön gestalteten Bäder staunen – dazu gibts mehr Infos in meinem Artikel „Thermalbäder & Wellness in Budapest
Szechenyi Bad in Budapest
Szechenyi Bad in Budapest
  • Bummel durch die älteste Einkaufsstraße von Budapest – Bummel durch die DieVaci utca. Sie hat eine lange Tradition, ist sie doch immerhin die älteste Handelsstraße in Budapest. Die Straße befindet sich auf der Pest-Seite.
  • Ein Spaziergang durch das bezaubernde jüdische Viertel. Hier kann es sich der Budapest-Besucher auch kulinarisch gut gehen lassen.
  • Besuch des ehemaligen Pariser Kaufhauses in der Andrassy Straße. Das Kaufhaus gilt als das erste Kaufhaus in Budapest. Im oberen Stockwerk (man fährt quasi mit der Rolltreppe hinein) befindet sich ein wirklich wunderschönes Cafe mit den Fresken von Károly Lotz. Die Straße an sich birgt aber auch ein Geheimnis. So wurden die Häuser in eine Richtung größer, in die andere Richtung kleiner gebaut. So wurde ein Gefühl von „Allee“ und „viel Platz“ künstlich erzeugt – eine echte Prachtstraße eben. Der Bummel durch die Straße lohnt sich natürlich on Top. Die Andrassy Ut (Straße) wurde bereits 2002 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.
Decke des Cafe's
Decke des Cafe’s in der Andrassy Straße
  • Höhlenkirche im Gellertberg (auf der Buda-Seite) besichtigen. Diese Kirche wird, sehr passend, auch als Felsenkirche bezeichnet. Die Höhle dazu wurde nicht extra gebaut. Es handelt sich um eine natürlich Höhle, die dann zur Kirche umfunktioniert wurde. Sehr beeindruckend. In der Nähe der Kirche ist auch das bekannt Gellertbad (mit einem wirklich alten PrivateSpa), das Gellerthotel und mit Blick auf die Freiheitsbrücke.
  • Eine Fahrt mit der ältesten U-Bahn auf dem Europäischen Kontinent (diese U-Bahn gehört auf alle Fälle zu einer der drei ältestens U-Bahnen der Welt). Diese U-Bahn unter der Andrassy Straße zählt, samt drüber führender Boulevardstraße, zum UNESCO Weltkulturerbe.
  • Bummel durch Obuda darf nicht fehlen. Denn eigentlich besteht Budapest aus drei Stadtzusammenführungen. Buda, Pest und Obuda. Unser Hotel befand sich z.B. in Obuda und auch die Margareteninsel ist in der Donau auf Höhe von Obuda angesiedelt. Obuda gilt als ältester Teil von Budapest. Hier wurden Überreste aus der Römerzeit gefunden.
Streifzug über die Margareteninsel Budapest
Streifzug über die Margareteninsel Budapest
  • Was wir leider nicht geschafft haben, was sich aber unheimlich spannend anhört, ist ein Besuch in einer der Höhlen unter Budapest. So gibt es labyrintartige Wege im Burgviertel oder auch die Burghöhle (sie wurde auch im zweiten Weltkrieg als Lagerraum genutzt), klassische Tropfsteinhöhlen und als Highlight wurde uns die Szemlőhegyi Höhle mit ihren wunderschönen Mineralformationen genannt.

Vielen Dank an Ungarn Tourismus bei der Unterstützung und Planung unserer Budapest-Reise. Ein besonderer Dank geht an unseren Budapest-Guide Christian von BudaBike, der uns einen halben Tag durch die Stadt begleitet hat und uns wirklich viele Tipps für die Ungarn-Metropole gegeben hat.

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Es waren auch schon viele andere, liebe Reiseblogger-Kollegen in Budapest. Wenn ihr mehr zur Stadt wissen wollt und noch mehr Tipps sucht, dann lest doch auch mal folgende Artikel:

Und jetzt ihr… was könnt ihr mir unbedingt für meinen nächsten Budapest-Besuch ans Herz legen?

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Noch mehr zu unserer Reise durch Ungarn:

 

Erschienen in: Europa, Ungarn, Wellness-Bummler Ausflugs-Tipps

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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur eine der beiden (Haupt)Reiseblogger beim Wellness-Bummler. Sie schreibt darüber hinaus auch für viele andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine und ist das Herz der Online-Redaktion des SPANESS-Wellnessmagazins. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise.

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