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Rom-Pass: Lohnt sich der Kauf?

Anfang des Jahres war ich als Reisebloggerin in Rom unterwegs. Insgesamt war ich 4 Tage vor Ort um die Stadt grad in Sachen Familientauglichkeit zu erleben – 3 Tage habe ich die ewige Stadt mit dem Rom-Pass unsicher gemacht. Der Rom-Pass ist für 3 Tage gültig und kostet aktuell pro Person 36.- Euro. Der Rom-Pass kann nur an wenigen Verkaufsstellen in Rom erworben werden. Doch hat sich der Kauf des Passes tatsächlich gelohnt?

Blick auf Rom
Blick auf Rom

Leistungen Rom-Pass

Sicherlich fragt ihr euch erst einmal, was so ein Rom-Pass überhaupt beinhaltet und wo der Rom-Pass gekauft werden kann. Das wollen wir natürlich schnell aufklären:

  • Freien Eintritt zu den ersten beiden Ausgrabungen, Museen oder sonstigen Sehenswürdigkeiten
  • Preisnachlässe bei weiteren besuchten Sehenswürdigkeiten, außerdem bei ausgewählten Veranstaltungen
  • Ein Preisnachlass bei der Stadtrundfahrt der Linie 110 und beim Archeobus
  • 3-Tages-Ticket für den öffentlichen Nahverkehr
  • Rom Stadtplan
  • Roma Guide – Verzeichnis der Sehenswürdigkeiten
  • Roma News: Ein Veranstaltungskalender

Zugegeben, dass hört sich auf den ersten Blick sehr gut an, denn in Rom gibt es viel zu entdecken und zu sehen: Kolosseum, Vatikan und Spanische Treppe sind natürlich nur einige der Sehenswürdigkeiten. Wer sich diese Highlights ansehen möchte, der zahlt in der Regel Eintritt. Daher haben wir uns auch für den Kauf eines Passes entschieden – leider ist mit dem Pass z.B. der Eintritt in den Vatikan weder frei noch ermäßigt.

In der Metro
In der Metro – Roms Unterwelt

Der Pass kann an folgenden Standorten käufllich erworben werden: Tourismusinformation am Termini, angeblich in allen teilnehmenden Museen (darauf würde ich mich aber nicht verlassen – ich habe an drei Standorten nachgefragt und er konnte mir nicht verkauft werden 😉 ) und auch an anderen, größeren Bahnstationen soll der Pass erhältlich sein. Wir haben den Pass am Termini gekauft; wir haben auch etwas Zeit gebraucht um die Tourismusinformation zu finden. 😉

Es soll zusätzlich auch möglich sein, den Pass online zu erwerben, doch das hat leider für uns nicht geklappt im Vorwege. Eine Bestellung im Internet war technisch leider nicht möglich. Wenn es klappt, den Pass online zu erwerben, dann wird er nicht zugeschickt, sondern kann nur unter Vorlage des Zahlungsbelegs an folgenden Stationen abgeholt werden: Kolosseum, Palazzo Altemps, Besucherzentrum des Fremdenverkehrsamtes in der Via Parigi und/oder in der Villa Adriana.

Der Vatikan ist im Pass nicht enthalten
Der Vatikan ist im Pass nicht enthalten

Hier ein Überblick über die Eintrittspreise in Museen und Bauwerke der Stadt Rom:

  • Engelsburg 11.- Euro
  • Vatikan-Museum 14.- Euro
  • Historisches Vatikan-Museum 4.- Euro
  • Forum Romanum 12.- Euro
  • Kolosseum 12.- Euro

In Rom gibt es natürlich sehr viel mehr zu entdecken: Übersicht, der Museen und Bauwerke, die im Rom-Pass enthalten sind (denn hier alles auflisten, was es in Rom zu sehen gibt, würde hier sehr viel Platz in Anspruch nehmen und wahrscheinlich den Rahmen und die Aufmerksamkeit sprengen. 😉 ).

In Rom gibt es viel zu entdecken - Vieles auch ganz kostenfrei - Blick in eine Pastafabrik
In Rom gibt es viel zu entdecken – Vieles auch ganz kostenfrei – Blick in eine Pastafabrik

Fazit: Hat sich der Rom-Pass-Kauf gelohnt?

Der Kauf eines solchen Passes kann sich lohnen und zwar für echte Kultur-Fans, die von einem Museum zum anderen fliegen und sich wirklich vor dem Rom-Besuch einen genauen Plan gemacht haben, was sie denn alles sehen wollen.

„Für uns auf alle Fälle hat sich der Kauf nicht gelohnt.“

Warum?!

  • Wir waren mit einem 7 Jahre alten Jungen unterwegs, der wirklich an Bauwerken und Kultur interessiert ist. Nun kann man sich aber vorstellen, dass bei 3 Tagen Rom, selbst das interessierteste Kind spätestens beim 3 Museum streikt.
  • Viele der Sehenswürdigkeiten in Rom kosten tatsächlich keinen Eintritt bzw. eine Besichtigungsgebühr – wie z.B. Circus Maximus, der Mund der Wahrheit, Fontana di Trevi, Pantheon, Marcellustheater, Römisches Nationalmuseum, Spanische Treppe u.v.m.
  • Viele der Bauwerke bieten auch sehr günstige Eintrittspreise zwischen 1,50 bis 3.- Euro an.
  • Die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ist in Rom wirklich sehr günstig (1,50 Euro pro Fahrt / 6 Euro Tagesticket / 16,50 Euro 3-Tages-Ticket – Kinder frei) und eigentlich ist man so oder so überwiegend zu Fuß unterwegs (pro Tag haben wir es auf 15 bis 20 Kilometer gebracht).
  • Top Tipp: Diese günstigen Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel können auch für die kostengünstige Stadtrundfahrt-Variante genutzt werden. Dazu einfach in Buslinie 64 einsteigen. Sie fährt an allen Top-Sehenswürdigkeiten von Rom vorbei.
  • Wer zum ersten Mal in Rom ist, will natürlich in den Vatikan, hier gab es mit dem Pass weder freien Eintritt noch eine Ermäßigung. Für den Vatikan und drum rum, sollte man aber locker einen Tag einrechnen. Hier mußten wir dann die anfallenden Kosten selber übernehmen. Lediglich den Eintritt in die Engelsburg haben wir uns gespart.
  • Für Kinder sollte man grundsätzlich keinen Pass kaufen. Denn Kinder (gilt hier sogar meistens bis 18 Jahre) haben in und zu den meisten Sehenswürdigkeiten freien Eintritt. Wenn es keinen freien Eintritt gibt, so ist er für Kinder doch stark ermäßigt.
  • Öffentliche Verkehrsmittel innerhalb der Stadt sind zwar im Pass enthalten, doch die Fahrten zum Flughafen mit dem Flughafen-Schnell-Shuttle leider nicht. Auch hier muß wieder extra gezahlt werden. Pro Person 4.- Euro.
  • Rom kann man nicht in annährend 3 Tagen besichtigen. Der Pass verschafft zwar zu vielen Sehenwürdigkeiten Zugang, doch wer sich wirklich Zeit und Ruhe zum genießen und anschauen gönnen möchte, der schafft nur wenig in den 3 Tagen mit dem Pass. Hinzu kommen zum Teil lange Wartezeiten – die Warteschlangen sind häufig sehr lang vor den Bauwerken, Ausgrabungsstätten und Museen. Wir haben uns natürlich auch für unsere Tops entschieden und oft war hier eben schon der Eintritt so oder so frei – auch ohne Pass. Oder die Sehenswürdigkeit war im Pass nicht inbegriffen.
  • Einige der Sehenwürdigkeiten, die wir gern besichtigt hätten, waren geschlossen – warum auch immer. 3 x standen wir z.B. beim Kolosseum vor der Tür, kamen aber nicht rein. Wir waren auch am 1.1. in Rom. An diesem Tag ist übrigens pauschal mal fast alles geschlossen.

Infos und Inhalt Rom-Pass – Stand 2014

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Was wir in Rom erlebt, gesehen und und entdeckt haben:

Erschienen in: Europa, Italien, Wellness-Bummler Shopping-Tipp

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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur eine der beiden (Haupt)Reiseblogger beim Wellness-Bummler. Sie schreibt darüber hinaus auch für viele andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine und ist das Herz der Online-Redaktion des SPANESS-Wellnessmagazins. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise.

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Kommentare

Nadja Henke am 18. Juni 2014 um 19:46 Uhr

Hallo! Also, ich finde es total interessant, dass Ihr Fazit ist, dass sich der Roma-Pass für SIe nicht gelohnt hat. Für uns hat er sich extrem gelohnt, und zwar nicht wegen des Geldes, sondern wegen der Warteschlangen!!! Ich würde ihn definitiv jedem empfehlen! Gerade mit Kindern! Man erspart sich eine Menge Zeit und Warterei. Vielleicht haben Sie es anders empfunden, weil Sie im Winter unterwegs waren…Sehr toll fand ich den Tipp mit der Buslinie 160! Wenn Sie Lust haben, können Sie unter http://kindundkoffer.com/category/reisen/rom/ meinen kompletten Rombericht lesen, inkl. Roma-Pass Vorteile 😉 Liebe Grüße, Nadja

http://wellness-bummler.de/rom-pass/ | kindundkoffer am 18. Juni 2014 um 20:08 Uhr

[…] http://wellness-bummler.de/rom-pass/ […]

Tanja Klindworth am 19. Juni 2014 um 05:46 Uhr

Liebe Nadja, vielen Dank für das Feedback. Ja es stimmt, die Warteschlangen hielten sich bei uns noch in Grenzen… obwohl es auch im Januar schon wirklich voll ist in Rom (jedenfalls an den Top-Sehenswürdigkeiten). Hier konnten wir aber auch mit dem Pass, nicht an den Schlangen vorbei ziehen. Unser Sohn wollte zum Beispiel unbedingt zum Mund der Wahrheit. Hier ist der Eintritt von Haus aus frei und wir mußten rund 1 Stunde anstehen. Aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich der Kauf für einige eben auf alle Fälle lohnt. Wir hatten auch wirklich Pech, weil einige Bauwerke geschlossen waren. Um so gespannter lese ich jetzt mal euren Bericht… :-) Viele Grüße, Tanja

Roma-Trip: Tipps, Tricks und Empfehlungen am 20. Juni 2014 um 14:30 Uhr

[…] Lohnt sich der Kauf des Rom-Pass? […]

Neujahrsspaziergang durch Rom – WB erkundet die ewige Stadt am 3. Februar 2015 um 19:50 Uhr

[…] Lohnt sich der Rom-Pass? […]

Frank am 6. April 2015 um 08:47 Uhr

Hallo Tanja,

wir waren 2013 in Rom mit dem Rom Pass, gerade der exlusive Zugang ohne anstehen über den gesonderten Roma Pass Zugang, hatte uns besonders gefallen.
Dadurch spart man am Ende bestimmt einen halben Urlaubstag ein, die Sonderzugänge des Roma Pass sind leider oftmals etwas vesteckt und da kaum einer diese nutzt erkennbar.
Vorsicht vor einem neuen verwirrendem Angebot seit Ende 2014, dem deutschen „Rom City Pass“, hier wird für 99,00€ ein nahezu ähnliches Angebot, nur incl. Vatikan und Stadtrundfahrt, angeboten.
MfG Frank

Tanja Klindworth am 6. April 2015 um 10:13 Uhr

Hallo Frank,

vielen Dank für die Info.
Ja die Eingänge sind wohl wirklich oft sehr versteckt… zum Teil haben wir die damals auch erst entdeckt, wenn wir dann eine Weile angestanden haben… 😉 Es läuft ja auch selten jemand rum, den man fragen könnte. 😉 Aber bei unserem Besuch war es auch (zum Glück) noch nicht so voll. Nur am Vatikan war ganz viel los – aber da galt der Pass dann ja auch nicht.

Viele Grüße
Tanja

Wohin verreisen im August? – Reiseaufnahmen am 2. August 2015 um 13:17 Uhr

[…] lohnt sich dieser Pass überhaupt? Was sind seine Vorteile und hat er auch Nachteile? Der Frage „Rom-Pass: Lohnt sich der Kauf?“ geht Tanja vom Wellnessbummler […]

3 geheime Rom-Tipps am 26. August 2015 um 08:27 Uhr

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Besuchen Sie Rom in 3 Tagen am 18. Februar 2016 um 11:04 Uhr

Interessante Tipps vor allem für Familien, gut dass auch so viel gratis gibt, da es sonst sehr teuer ist in Rom.

Tanja Klindworth am 19. Februar 2016 um 10:54 Uhr

zu besuchen Sie Rom in 3 Tagen –

Ja das haben wir auch so empfunden. In Rom läßt sich wirklich auch sehr viel machen und erleben mit wenig Budget. Für Familien kann so ein Trip sonst wirklich auch mal ganz schön ins Geld gehen. Augen aufhalten lohnt sich da immer… und wir informieren natürlich auch immer wieder über unsere Low Budget Empfehlungen auf unseren Reisen mit Kind & Kegel. :-)

Viele Grüße
Tanja