Wellness Bummler

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Thailand – Region Phang Nga: Highlights, Eindrücke & Abenteuer (2)

Über 11 Jahre ist es jetzt her, dass ein schrecklicher Tsunami in der Region Phang Nga in Thailand weite Teile zerstört hat. In diesem Jahr war ich zum ersten Mal in Thailand um mir die Region anzuschauen. Ich bin beeindruckt, wie es nach der schrecklichen Katastrophe damals im Land weiter gegangen ist und wie der Tourismus sich auch dort entwickelt hat.

Reise-Tipps und Empfehlungen für Phang Nga

Woran denkt ihr bei einem Urlaub in Thailand? Traumhafte Strände? Wellness pur? Traumhotel-Anlagen? Ich habe all das gesehen und kennenlernen dürfen und noch ein wenig mehr… Hier stelle ich euch meine Eindrücke und Abenteuer vor… echte Top-Highlights aber auch Dinge und Erlebnisse, die ich nicht so spannend fand… aber lest einfach selbst!

Auftakt Veganes Festival am Tempel in Takuapa
Auftakt Veganes Festival am Tempel in Takuapa – Tanzende Menschen in einer Art Trance-Zustand

Venedig in Thailand – Fischerdörfer auf Stelzen

Überall in der Region Phang Nga sieht man Fischerdörfer auf Stelzen. Sie wurden in Flussbetten gebaut aber auch in der Bucht von Phang Nga sind sie zu finden. Ein echter Touristenmagnet ist das Dorf Koh Panyee. Hier leben knapp 200 Familien. Das Dorf wurde an einen kleinen Felsen angebaut. Diese ungewöhnlichen Felsformationen sind zahlreich in der Bucht zu finden. Die Häuser stehen auf Stelzen. Da das Dorf muslimisch ist, gibt es sogar eine sehr schöne Moschee. Für die Kinder gibt es eine Schule, einen kleinen Sportplatz und ein schwimmendes Fußballfeld.

Eindrücke Koh Panyee
Eindrücke Koh Panyee

Nach Koh Panyee kommen täglich sehr viele Touristen. Und das ist auch wirklich zu merken. Selbst die Kinder im Stelzendorf sind schon sehr gschäftstüchtig und versuchen kräftig den Touristen Dinge zu verkaufen. Koh Panyee wird auch als Floating Village bezeichnet. Die Landsleute nennen das Stelzendorf auch Sea Gypsy Island.

Eindrücke Koh Panyee
Eindrücke Koh Panyee

Mein Fazit: Für Fotofans, wie auch ich einer bin, finden sich natürlich tausende toller Motive auf einer solchen Stelzeninsel. Koh Panyee fand ich unwahrscheinlich touristisch, doch es gibt noch viel mehr dieser Stelzendörfer, in denen es auch zum Teil weniger touristisch zugeht. Ich persönlich fand die weniger touristischen Dörfer (z.B. Baan Bang Pat) viel angenehmer.

Baan Pang Pat
Baan Bang Pat

Von Schmetterlingsaft, Seegrassalat und roten Krebsen

Wer in Thailand unterwegs ist, der sollte sich wirklich durch die Köstlichkeiten des Landes schlemmen… und das nicht nur in klassischen Touristen-Restaurants, sondern auch eben dort, wo die Einheimischen Essen gehen. Manch einen kostet das wohl Überwindung, doch ich finde es lohnt sich wirklich. Einfach drauf los probieren und schlemmen…

Köstlichkeiten in Thailand
Köstlichkeiten in Thailand
Krebse essen in Baan Pang Pat
Krebse essen in Baan Bang Pat

Auf meiner Speisekarte standen so jede Menge Fisch, Lila Saft von der Schmetterlingsblüte, Salat aus Seegras, rote Krebse u.v.m. In Thailand hab ich so ganz nebenbei gelernt, wie man Krebsscheren knackt, den Start für ein Vegan-Festival miterlebt (mit ganz vielen sehr leckeren veganen und vegetarischen Speisen) und ein Highlight war auch der kleine Thai-Kochkurs in unserem Hotel.

Marktbesuch in Khaolak
Marktbesuch in Khaolak
Markttreiben in Khaolak
Markttreiben in Khaolak

Mein Fazit: Auch in unserer Reisegruppe hatten wir Teilnehmer, die sich wohl überwinden mußten, die einheimische Gastronomie auch wirklich zu genießen. Ich selber bin aber immer der Meinung, man sollte in einem fremden Land auch wirklich die Köstlichkeiten des Landes testen… meistens lecker, gesund und vor allen Dingen auch (in Thailand jedenfalls) sehr günstig. Ein Essen in einem einheimischen Restaurant gibt es so schon für 4-5 Euro umgerechnet. Vom Genuss der Krabbenpaste wurde uns aber dann doch abgeraten. Diese einheimische Spezialität kann der europäische Magen dann wohl doch nicht so gut vertragen.

Blick in die Küche auf Baan Pang Pat
Restaurant in Baan Bang Pat
Kochkurs im Hotel
Thai-Kochkurs im Hotel
Speisen zum Auftakt des Veganen Festivals
Speisen zum Auftakt des Veganen Festivals in Takuapa
Verlorene (schwarze) Eier
Verlorene (schwarze) Eier – an die hab ich mich dann doch nicht rangetraut… ;-)
Seegrassalat
Seegrassalat

Ein wenig Portugal mitten in Thailand

Zum Auftakt des Veganen Festivals haben wir uns Takuapa (Takua Pa) angeschaut. Die kleine Stadt wirkt sehr verschlafen. Sie ist gezeichnet von den verschiedenen Menschen und Nationalitäten die hier einmal gelebt und gearbeitet haben.

Unterwegs in den Straßen von Takuapa
Unterwegs in den Straßen von Takuapa
Im Museum
Im Museum von Takuapa
Blick in einen kleinen Laden in Takuapa
Blick in einen kleinen Laden in Takuapa
In der Apotheke in Takuapa
In der Apotheke in Takuapa

Die Stadt war früher, zu Zeiten des Blei- und Zinnabbaus, sehr wohlhabend. Takua heißt übersetzt auch tatsächlich Blei. Die Wurzeln der Stadt gehen bereits ins 13 Jahrhundert zurück. Neben kleinen Läden im Kolonialstil (tolle Fotomotive), können Besucher der Stadt auch einen Blick in das Museum werfen, durch die Straßen streifen, am Tempel einen Stopp einlegen oder auch wieder einheimische Köstlichkeiten testen. Takuapa liegt ungefähr eine halbe Stunde Fahrtzeit von Khaolak entfernt.

Tempel in Takuapa
Tempel in Takuapa
In Takuapa
In Takuapa

Mein Fazit: Takuapa ist für Fotofreunde ein tolles Ziel. Ich konnte mich gar nicht satt fotogragieren. Ein besonderer Tipp ist der Ausflug nach Takuapa natürlich dann, wenn das Festival startet. Dann tanzen sich vor dem Tempel Menschen in Trance, es wird eine Art Thai(Mai)Baum aufgestellt, es gibt vegane Speisen zum Kosten und nicht zu vergessen ein wahnsinniges Knallfeuerwerk… ein riesiges-abgedrehtes Spektakel.

Aufstellen des Thai(Mai)Baums ;-)
Aufstellen des Thai(Mai)Baums ;-)

Buntes Treiben am Tempel

Wer in Thailand unterwegs ist, kann natürlich auch einem der zahlreichen Tempel in der Region einen Besuch abstatten. Wir haben uns den Tempel in Takuapa angeschaut. Der Tempel heißt Wat Yan Yao und ist wirklich beeindruckend. Der Tempel ist sehr bekannt, was aber eher einen traurigen Hintergrund hat. Denn hier wurden die Tsunami-Opfer aufbewahrt.

Eingang zum Tempel
Eingang zum Tempel

Wer einen Tempel betreten möchte, sollte sich immer respektvoll verhalten. Das heißt beispielsweise – Schuhe vor dem Tempel ausziehen und den Tempelraum barfuß betreten und natürlich die Menschen im Tempel auch nicht beim Gebet stören.

Im Tempel
Im Tempel
Prächtige Tempel
Prächtige Tempel

Insgesamt war unser Besuch im Tempel in Takuapa sehr interessant, denn es gibt nicht nur den Haupttempel, sondern auch offene Hallen, die zu Gebeten einladen. Hier hab ich auch die Mönche gesehen, die mit Lebensmitteln beschenkt werden. Auch vor dem Tempel waren Lebensmittel aufgebaut. Diese wurden von Tempelbesuchern dort abgestellt und dürfen zu einem bestimmten Zeitpunkt von den armen Menschen in der Bevölkerung abgeräumt werden.

Gespendete Lebensmittel
Gespendete Lebensmittel

Die Flächen rund um die Tempelanlagen wirken wie ein großer Markt. Hier verkaufen Händler Getränke oder auch etwas zu essen. Ein buntes, interessantes Treiben.

Mönche
Mönche

Mein Fazit: Ich fand den Ausflug zum Tempel wirklich sehr interessant. Die Tempelanlagen erinnern wirklich eher an buntes Markttreiben. Hier trifft man sich eben, betet, sitzt zusammen, essen, trinken, es geht laut zu, lachen, Eltern, Kinder, alt, jung, arm und reich…  Hier kommt alles zusammen. 

Buntes Treiben vor dem Tempel
Buntes Treiben vor dem Tempel
Im Tempel kommen alle Menschen zusammen
Im Tempel kommen alle Menschen zusammen

Thaimassage – herrlich entspannend

Jetzt kommt aber natürlich auch noch mein besonderer Wellnesstipp. Wer in Thailand ist, der sollte natürlich auch einmal eine echte Thaimassage genießen. Eine echte Thaimassage findet übrigens komplett bekleidet statt (nicht wie einige Menschen fälschlicherweise annehmen, ohne Kleidung). Die Thaimassage wird in den meisten Hotels angeboten, doch auch auf der Straße sind einige Massageläden zu entdecken.

Thaimassage am Strand von Khaolak
Thaimassage am Strand von Khaolak

Eine Thai-Massage findet nicht wie eine klassische Massage statt, sondern sie besteht aus Streckpositionen und Dehnbewegungen, Gelenkmobilisationen und Druckpunktmassagen. Das Ganze erinnert auch sehr an Yogaübungen.

Mein Fazit: Eine Thaimassage in Thailand ist schon spitze. Ein wirklich sehr entspanntes Wellnesserlebnis. Eine Stunde Massage gibt es meistens schon für umgerechnet 5 – 10 Euro. Ich habe mich danach sehr entspannt und erholt gefühlt. 

Thaimassage
Thaimassage

Zum Abschuss hab ich noch einen besonderen Tipp: Wer Thailand erleben möchte und sich vor Ort selber nicht traut loszudüsen oder aber auch an Insidertipps interessiert ist, kann Fremdenführer buchen. Die haben uns auch fast durchgehend begleitet und uns wirklich viel erklärt über die Region, die Menschen, Sitten und Gebräuche und vieles mehr. Einige unserer Begleiter kommen beispielsweise von Andaman Discoveries. Dort werden auch Touren, Ausflüge, Volunteering, Homestays u.v.m. angeboten.

 

Ich wurde durch das Thailändische Fremdenverkehrsamt zur Reise nach Thailand eingeladen. Ich möchte mich aber besonders bei den vielen lieben und vor allen Dingen kompetenten Organisatoren, Betreuern und Helfern vor Ort bedanken, die unsere Reise – mit viel Herzlichkeit und Gastfreundschaft – so kompetent und interessant gestaltet, durchgeführt und umgesetzt haben.

Es wird dunkel - auf dem Markt in Khaolak
Es wird dunkel – auf dem Markt in Khaolak

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Insgesamt haben wir natürlich noch mehr in Thailand (Region Phang Nga) unternommen… wir haben z.B. Mangroven gepflanzt (wer kann das von sich schon in Thailand behaupten… ;-), wir haben eine Schildkröten Station besucht und sogar Schildkröten ins Meer entlassen. Doch nicht nur Schildkröten wurden in die Freiheit geschickt, in Baan Bang Pat wurden auch rote Krebse frei gelassen. Ein Reisezwischen-Stopp waren auch die Gärten mit einheimischen Früchten, Gemüsesorten und Kräutern, eine Pause in einer Art thailändischen Backstube, unsere Fahrt mit dem TukTuk-Bus, baden im Meer u.v.m.

Über all unsere Erlebnisse haben natürlich auch liebe Blogger- und Presse-Kollegen geschrieben:

Ein paar meiner Abenteuer, Erlebnisse und Tipps zum Nachlesen:

 

Erschienen in: Asien, Thailand

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Tanja Klindworth

Hier schreibt Tanja Klindworth

Tanja Klindworth ist nicht nur eine der beiden (Haupt)Reiseblogger beim Wellness-Bummler. Sie schreibt darüber hinaus auch für viele andere Blogs, Webseiten, Reise- und Fachmagazine und ist das Herz der Online-Redaktion des SPANESS-Wellnessmagazins. Ihre Fachbereiche sind: Wellnesstrends, Gesundheit, Urlaub und Reise.

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